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Aktuelles

20.08.2026 | 1933-2026

Trauer um Elisabeth Kiausch

Die SPD Hamburg trauert um Elisabeth Kiausch. Mit der ehemaligen Finanzsenatorin und Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, die im Alter von 93 Jahren verstorben ist, verliert Hamburg eine prägende Persönlichkeit.

In ihrer Heimatstadt Hamburg hat Elisabeth Kiausch politische Geschichte geschrieben. Sie war die erste Frau an der Spitze der Finanzbehörde (1987-88), bis heute einzige SPD-Fraktionsvorsitzende im Rathaus (1996-97) und wurde 1987 zur damals ersten Präsidentin eines deutschen Landesparlaments gewählt. In einer Zeit, in der politische Verantwortung für Frauen noch längst nicht selbstverständlich war, wurde sie damit zur Wegbereiterin und zum Vorbild für viele Frauen in der Politik.

Die Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend prägten Elisabeth Kiauschs politischen Weg. 1933 geboren, wuchs sie während des Krieges auf. Für die gelernte Grafikerin und Kauffrau gab es deshalb nur eine politische Heimat: 1951 trat sie der SPD bei und blieb ihr 75 Jahre treu.

Politisch verwurzelt blieb Elisabeth Kiausch - gemeinsam mit ihrem 2009 verstorbenen Ehemann Manfred - stets in Eidelstedt. Mehr als sechs Jahrzehnte arbeitete sie im Vorstand ihres Distrikts mit.

Melanie Leonhard und Nils Weiland, SPD-Landesvorsitzende:

"Mit Elisabeth Kiausch verlieren wir eine bedeutende Hamburgerin und Sozialdemokratin, die unsere Stadt über viele Jahre mitgestaltet hat. Als Senatorin, Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion und Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft war sie Wegbereiterin und Vorbild für viele. Die SPD Hamburg wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren."

Milan Pein, Kreisvorsitzender der SPD Eimsbüttel:

"Wir trauern um eine große politische Persönlichkeit. Elisabeth Kiausch hat über Jahrzehnte in bedeutenden Ämtern Verantwortung getragen und dabei stets den Kontakt zu den Menschen und zu ihrer Partei bewahrt. Ihre Haltung und ihre tiefe Verbundenheit zur SPD haben viele Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten beeindruckt. Wir sind dankbar für ihren Rat und ihre Solidarität."

Armita Kazemi, Vorsitzende der SPD Eidelstedt:

"Bei all ihren Ämtern und der Verantwortung, die sie für unsere Stadt getragen hat, ist Elisabeth Kiausch ihrer Heimat Eidelstedt immer eng verbunden geblieben. Hier war ihre politische Basis. Über Jahrzehnte konnten wir in Eidelstedt auf ihre Erfahrung, ihre Haltung und ihren Rat zählen. Elisabeth Kiausch war für uns nicht nur eine große Politikerin, sondern auch unsere Genossin aus Eidelstedt. Wir werden Elisabeth sehr vermissen."