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Flüchtlinge in Hamburg

Unterbringung und Integration

Vor allem im Jahr 2015 sind zahlreiche Frauen und Männer auf ihrer Flucht vor Krieg und Verfolgung nach Europa, Deutschland und auch Hamburg gekommen. Die Stadt stellt sich den Herausforderungen der Zeit und erfüllt ihre Verpflichtungen bei der Unterbringung und Integration dieser Menschen.

Hier finden Sie aktuelle Zahlen und Informationen, Kontaktdaten und Ansprechpartner zur Flüchtlingspolitik in Hamburg (Stand: 15. Februar 2017).

"Kluge Politik muss tun, was richtig ist. Deshalb plant Hamburg mit realistischen Flüchtlingszahlen und treibt den Bau von Unterkünften zügig voran. Ich bin zuversichtlich: Wenn wir mit Augenmaß, Dialogbereitschaft und konstruktivem Engagement an die Sache herangehen, können wir es schaffen. Wir sind es uns schuldig – und den Flüchtlingen."

Olaf Scholz am 3. März 2016 in einem Gastbeitrag für "Die Zeit"

Neue Nachbarn: Integrationsblog für Hamburg

Flüchtlingszahlen

  • Nach dem Königsteiner Schlüssel ist die Freie und Hansestadt Hamburg verpflichtet, rund 2,5 Prozent der Gesamtzahl der nach Deutschland einreisenden Asylbewerber aufzunehmen und für ihre Unterkunft zu sorgen.
  • Allein im Jahr 2015 hat Hamburg insgesamt 22.299 Menschen aufgenommen, von denen 20.987 auf eine öffentliche Unterkunft angewiesen waren. Das ist deutlich mehr als in den sechs vorangegangenen Jahren zusammen.
  • Seit März 2016 sind die Zahlen wieder stark zurückgegangen. So wurden im Januar 2017 794 Schutz suchende Menschen in Hamburg erfasst, von denen 489 Hamburg zugewiesen wurden. Unabhängig davon besteht unverändert die Herausforderung, für alle Geflüchteten in Hamburg eine adäquate Unterbringung zu ermöglichen.
  • Der überwiegende Teil der Antragsteller stammt aus Ländern wie Syrien aber auch Afghanistan, Irak, Iran und Eritrea, allesamt Herkunftsländer mit teilweise sehr hohen Raten positiver Asylbescheide, sodass davon auszugehen ist, dass ein Großteil von ihnen auch weiterhin eine Bleibeperspektive hat.

Wie kann ich helfen?

  • Hamburg hat wie ganz Deutschland seit dem Jahr 2015 eine große Welle der Hilfsbereitschaft erfasst. Angesichts der Bilder aus den Kriegsgebieten und von den Strapazen der Flucht haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Flüchtenden herzlich und tatkräftig willkommen geheißen. Auch in Hamburg hat sich ein großes Netzwerk aus freiwilligen Helferinnen und Helfern gebildet: Hier können Sie mithelfen und sich informieren.
  • Zur besseren Koordination des Engagements freiwilliger Helferinnen und Helfer mit den Verbänden und Behörden wurde das Forum Flüchtlingshilfe gegründet.

Unterbringung

  • Die Zentrale Erstaufnahme (ZEA) ist die erste Anlaufstelle für Flüchtlinge und dient der Erstunterbringung.
  • Eine aktuelle Übersicht über alle bestehenden Erst- und Folgeunterbringungen finden Sie auf dieser Seite mit allen Standorten der Unterbringung in Hamburg. Wie eine Anfrage der SPD- und Grünen-Bürgerschaftsfraktionen im Februar 2016 gezeigt hat, setzten Senat und Behörden von Anfang an auf eine bestmögliche dezentrale Verteilung über die Stadt in möglichst kleinen Unterkünften.
  • Aufgrund der unverändert hohen Zahl geflüchteter Menschen in Hamburg ist aber klar, dass zur Realisierung des Unterbringungsbedarfs weitere Standorte erforderlich sind. Hier spielt das Projekt Perspektive Wohnen eine zentrale Rolle.
  • Sie möchten bei der Unterbringung helfen? Unter folgenden Bedingungen können Sie Ihren privaten Wohnraum dafür anbieten.

Bürgerinformation und -beteiligung

  • Die zuständigen Behörden und Bezirke informieren in öffentlichen Info-Veranstaltungen die Bürgerinnen und Bürger über die aktuellen Planungen.
  • Aufgrund der sich ständig verändernden Rahmenbedingungen muss die Stadt außerdem stets in der Lage sein, sehr kurzfristig zu reagieren. Hier informiert die Behörde über Sofortmaßnahmen für die Unterbringung von geflüchteten Menschen in Hamburg. Der letzte Eintrag stammt aus dem April 2016, sobald erneute Sofortmaßnahmen nötig sein sollten, wird an dieser Stelle darüber informiert.
  • Es stellt für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar, geeignete Flächen für die benötigten Unterkünfte zu identifizieren. Eine solche Fläche muss zahlreiche Kriterien erfüllen – vor allem aber muss sie für die Stadt verfügbar sein, sich bereits in ihrem Besitz befinden oder erwerbbar sein. Nicht zuletzt die Anwohner haben ein berechtigtes Interesse daran, dass die Integration der neuen Nachbarn in den Stadtteil auch gelingt. An der Identifizierung geeigneter Flächen konnten sich in diesem Jahr alle Hamburgerinnen und Hamburger beteiligen. Mit findingplaces.hamburg hatte die Stadt ein für alle offenes interaktives Stadtmodell für die Flächenfindung zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse der Workshops sind direkt in die weiteren Planungen eingeflossen.
  • Im Juli 2016 kam es nach intensiven Verhandlungen der Stadt mit dem Initiativen-Dachverband "Hamburg für gute Integration" zu einer Einigung und einem schriftlich fixierten Konsens zur künftigen Unterbringung Geflüchteter in Hamburg.

Integration

  • Zentrale Elemente einer gelingenden Integration sind Sprache, Bildung und Arbeit. Wer eine Bleibeperspektive in Hamburg hat, erhält umfangreiche Unterstützung, um sein Leben selbstständig gestalten zu können. Hier finden Sie einen kleinen Überblick über einige der Integrationsmaßnahmen in Hamburg.
  • Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Bereitstellung von Kitaplätzen und der Beschulung. Hamburg stellt zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher ein, um gute Betreuung und guten Unterricht für alle Kinder in Hamburg zu gewährleisten.
  • Seit September 2015 bietet das Projekt "W.I.R – work & integration for refugees" für Flüchtlinge eine umfangreiche Beratung, Betreuung und Unterstützung an mit dem Ziel, sie möglichst schnell in Ausbildung, Studium und Beschäftigung zu integrieren. Das Angebot richtet sich an alle erwerbsfähigen Flüchtlinge in Hamburg mit guter Bleibeperspektive, die noch keine Leistungen des Jobcenter team.arbeit.hamburg beziehen.
  • Über die "kleinen" Erfolgsgeschichten der Integration in Hamburg berichtet der Blog NeueNachbarn.

Maßnahmen zur Verbesserung der Situation

  • Die Herausforderungen, vor denen wir aktuell stehen, sind ein europa- und weltpolitisches Phänomen mit hoher Komplexität. Jeder, der die Nachrichten verfolgt, kann das nachvollziehen. Langfristige Verbesserungen der Situation können daher nur auf europäischer oder mindestens auf Bundesebene erwirkt werden – und werden ihre Zeit brauchen. Als Stadtstaat und Bundesland leistet Hamburg seinen Beitrag dazu am Besten, indem es seinen Fokus auf die Bewältigung der Aufgaben vor Ort richtet.
  • Darüber hinaus hat die Freie und Hansestadt Hamburgs mit etlichen Gesetzesinitiativen im Bundesrat dafür gesorgt, dass die Unterbringung und Integration der Flüchtlinge vereinfacht und verbessert werden konnte.
  • Schließlich sind die Maßnahmenpakete der Bundesrepublik Deutschland – das Asylpaket 1 und das Asylpaket 2 – unter maßgeblicher Beteiligung Hamburgs verhandelt und beschlossen worden. Darin sind etliche Beschlüsse enthalten, die zur Beschleunigung der Asylverfahren, zur Entlastung der Länder, zur Erleichterung von Baumaßnahmen für Unterkünfte und zur Verbesserung der Integration führen.

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