"Verbindliche und klare Wege" zur Durchsetzung von gleicher Bezahlung von Frauen und Männern hat die Vorsitzende der Hamburger SPD-Frauen, Gabi Dobusch, gefordert. Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) verwies darauf, das Deutschland im EU-Vergleich mit einer Lohnlücke zwischen Frauen und Männern von 23 Prozent schlecht da stünde: "Die siebtletzte Position unter 27 Mitgliedstaaten ist wirklich kein Ruhmesblatt und für die betroffenen Frauen nicht mehr länger hinnehmbar", sagte Dobusch.
Die ASF Hamburg (Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen) wird sich auch am zweiten Benefizlauf für die autonomen Frauenhäuser "Laufend gegen Gewalt" am Sonntag, dem 5. Juli 2009, beteiligen.
Gabi Dobusch, ASF-Landesvorsitzende und gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, hatte die Frauen und Männer der Partei und der Fraktion aufgerufen, sich zu beteiligen und damit die Bewohnerinnen der Frauenhäuser und ihre Kinder zu unterstützen. Wie im letzten Jahr wird die Spitze der SPD-Bürgerschafsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Michael Neumann und der Parlamentarischen Geschäftsführerin Britta Ernst bei dem Lauf vertreten sein.
Anlässlich der am Donnerstag bekannt gewordenen Verhaftung einer brutalen Bande rumänischer Zuhälter und dem vorausgegangenen, jahrelangen Leiden junger Mädchen und Frauen erklärte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Hamburg (ASF) Gabi Dobusch:
"Die erfolgreiche Zusammenarbeit der Polizei mit ihren Kolleginnen in Rumänien kann nicht darüber hinweg trösten, dass es auch in Hamburg noch immer möglich ist, Mädchen und Frauen als Sklavinnen zu halten und über Jahre sexuell auszubeuten."
Anlässlich des "Equal Pay Day" am 20. März, an dem Frauenorganisationen und Wirtschaftsverbände darauf aufmerksam machen, dass Frauen im Schnitt immer noch weniger verdienen als Männer, fordert die Hamburger Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, Gabi Dobusch, die Rahmenbedingungen der Erwerbstätigkeit von Frauen verbindlich zu ändern:
"Der internationale Tag der Entgeltgleichheit (Equal Pay Day) mahnt Regierungen, Arbeitgeber und Gewerkschaften an, endlich die Rahmenbedingungen der Erwerbstätigkeit von Frauen zu verändern. Angefangen von der Ausbildungs- und Berufswahl über die geringere Frauenerwerbsquote, der Beschäftigung von Frauen im Niedriglohnbereich, die sehr hohe Teilzeitbeschäftigung bis hin zur Erwerbstätigkeit von Müttern und der Tatsache, dass zu wenig Frauen in Führungspositionen sind: Es herrscht dringender Handlungsbedarf, um die zahlreichen Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben zu beenden."